Das sagte Dr. Mariella Falkenhain vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beim 29. Lunch & Learn der Vernetzungsstelle MY TURN unter dem Titel „Wie ukrainische Geflüchtete den Austritt aus der Grundsicherung erleben“. Und das Zitat fasst ziemlich gut die Botschaft der Veranstaltung zusammen.
Die Wissenschaftlerin hat zwei Jahre lang geforscht und in 84 Interviews herausgefunden, wie ukrainische Geflüchtete den Übergang aus der Grundsicherung in die Arbeit erleben.
Das Ergebnis:
Wer Arbeit aufnimmt, erlebt den Übergang oft als finanziellen Stresstest mit Einkommenslücken, unerwarteten Rückforderungen und Neuberechnungen laufender Leistungen. Und das Wissen über staatliche Übergangsfinanzierung fehlt häufig ganz.
Dabei gibt es Instrumente, die genau für solche Situationen gedacht sind. Das Einstiegsgeld nach § 16b SGB II etwa kann bis zu 24 Monate gezahlt werden, wird nicht auf das Bürgergeld (Grundsicherung) angerechnet und muss nicht zurückgezahlt werden.
Wichtige Voraussetzung: Der Antrag muss vor Arbeitsaufnahme gestellt werden. In der Praxis passiert das zu selten, weil viele erst nach der Jobaufnahme überhaupt davon erfahren.
Hier zeigt sich, wie MY TURN-Projekte den Unterschied machen, indem sie ganzheitlich beraten und dabei frühzeitig sowie verständlich über diese Möglichkeiten informieren.
ℹ Das Projekt „Vernetzungsstelle MY TURN“ wird im Rahmen des Programms „MY TURN - Frauen mit Migrationserfahrung starten durch“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischer Sozialfonds (ESF) Plus gefördert. Trägerin der Vernetzungsstelle MY TURN ist die GSUB - Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH.
Das Programm MY TURN unterstützt (formal) geringqualifizierte Frauen mit eigener Migrationserfahrung und erhöhtem Unterstützungsbedarf auf dem Weg in Qualifizierung, Ausbildung und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.