Förderung von Toleranz und Demokratie

Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus

Deutschland ist wie auch andere europäische Länder derzeit mit der Aufnahme von Flüchtlingen stark gefordert. Die Zahl der für 2015 erwarteten Asylanträge ist weit höher als in den vorangegangenen Jahren. Viele Kommunen in Deutschland sind damit aktuell mit der für sie neuen bzw. umfänglicheren Aufgabe konfrontiert, Flüchtlinge und Asylbewerber/‑innen aufzunehmen, zu betreuen und in die Gesellschaft vor Ort zu integrieren.

Besondere Herausforderungen für fast jede Kommune sind dabei die Entwicklung von Akzeptanz des Miteinander-Lebens mit Flüchtlingen, die Förderung von Engagement in der Bevölkerung und die Ermöglichung einer realen Teilhabe der Flüchtlinge am gesellschaftlichen Leben in der Kommune. Hierbei müssen staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure mit allgemeinen Ressentiments und Ängsten innerhalb der Bevölkerung umgehen, aber auch rechtspopulistischen und -extremen Aktivitäten, v. a. in ländlichen Regionen, begegnen. Dabei geht es insbesondere auch um die (präventive) Auseinandersetzung mit rechtsextremen Strategien, die gezielt versuchen, die Ängste der Bevölkerung und die öffentlichen Diskussionen für ihre Zwecke zu kanalisieren und zu instrumentalisieren.

Das Beratungsprojekt "Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus" möchte Kommunen bei der Bewältigung dieser Aufgabe unterstützen, indem bereits vorhandene Erkenntnisse und Erfahrungen zu kommunaler Willkommenskultur sowie zur Integration von Flüchtlingen sichtbar gemacht und das Wissen über gelungene Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Entsprechend werden mit dem Beratungsprojekt "Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus" folgende Leitziele verfolgt:

  • Identifikation von Wissen und Erfahrungsträger(inne)n im Kontext "Willkommenskultur und Rechtsextremismus"
  • Wissensverteilung durch die Aufbereitung von Erfahrungsgeschichten und Praxisbeispielen
  • Wissenserwerb und Wissensweiterentwicklung durch die Erarbeitung von Handlungsansätzen, um eine strategische Ausrichtung einer Willkommenskultur vor Ort, v. a. auch im ländlichen Raum, zu befördern.

Der inhaltliche Fokus in der Recherche und Aufbereitung von Handlungsansätzen im Beratungsprojekt liegt auf kommunaler Willkommenskultur, Akzeptanzentwicklung innerhalb der Bevölkerung sowie Integrationsmaßnahmen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure.

Ansprechpartner/-innen

gsub Projektegesellschaft mbH
Kronenstraße 6
10117 Berlin

Projektleitung:
Andrea Keppke

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