ESF-Regiestelle
 

Die ESF-Regiestelle des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) setzt vom Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanzierte Bundesprogramme des BMFSFJ mit einem Fördermittelvolumen von insgesamt über 300 Millionen EUR um.

Die ESF-Regiestelle wird durch die ARGE ESF-Regiestelle GbR getragen. Gesellschafter sind die
Stiftung SPI-Sozialpädagogisches Institut Berlin-Walter May (inhaltliche Programm-Begleitung) und die
gsub-Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (finanztechnisches Fördermanagement).

Die Programme werden jeweils über folgende Servicestellen betreut:

  • ,MEHR Männer in Kitas’
  • Jugendsozialarbeit mit den Programmen Schulverweigerung – Die 2. Chance und Kompetenzagenturen
  • STÄRKEN vor Ort
  • Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region"
  • Perspektive Wiedereinstieg
  • Aktionsprogramm Kindertagespflege
  • Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung

Kurzdarstellung der Programme

,MEHR Männer in Kitas’
Mit der Initiierung des ESF - Modellprogramms ‚MEHR Männer in Kitas’ will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Steigerung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten voranbringen. Ziel ist es, das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken, Männer bei der Entscheidung zu unterstützen, den Erzieherberuf zu wählen, und die Perspektiven für Männer (und Frauen) im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen zu verbessern. Durch die Erprobung innovativer Modelle in den ausgewählten 16 Modellvorhaben kann das Programm durch die Dokumentation und Übertragbarkeit daraus entstehender best-practice-Erfahrungen mittel- und langfristig dazu beitragen, das EU-Ziel von männlichen Erziehern in Kitas in Höhe von 20 % zu erfüllen.

Initiative JUGEND STÄRKEN - Jugendsozialarbeit
Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN und den u. a. darin enthaltenen Programmen Schulverweigerung - Die 2. Chance, Kompetenzagenturen, STÄRKEN vor Ort und Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region“ begegnet das BMFSFJ den Schwierigkeiten von sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf.

In den im Rahmen des Programms Schulverweigerung – Die 2. Chance eingerichteten Koordinierungsstellen werden Jugendliche, die aktive oder passive Formen von Schulverweigerung zeigen, aufgefangen und wieder ins Regelschulsystem integriert. Es soll ihnen damit eine Chance auf eine berufliche Perspektive ermöglicht werden.

Ziel des Programms Kompetenzagenturen ist es, Jugendlichen, die vom bestehenden System der Hilfsangebote für den Übergang in den Beruf nicht profitieren oder den Zugang zu den Unterstützungsleistungen nicht aus eigenem Antrieb finden, durch individuelle sozialpädagogische Maßnahmen in die Arbeitswelt einzugliedern.

Beide Programme wurden bis zum 31.08.2011 durch die ESF-Regiestelle betreut.

STÄRKEN vor Ort
Das Programm STÄRKEN vor Ort will mit der Förderung von Mikrovorhaben diejenigen ansprechen, die durch die Regelförderung oder andere adressatenspezifische Angebote nur schwer erreichbar sind.
Ziel ist es, die soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit schlechten Startchancen sowie von Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben zu verbessern.
Die Programmumsetzung erfolgt dezentral in den jeweiligen Fördergebieten durch lokale Koordinierungsstellen und das lokale Netzwerk. Die Mikrozuschüsse von bis zu 10.000 € erhalten kleine lokale Initiativen und Organisationen, die sich für die Integration der Zielgruppen einsetzen. So werden das Engagement und die zivilgesellschaftlichen Strukturen vor Ort nachhaltig gestärkt.
Das Programm endete am 31.12.2011.

Modellprogramm JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region
Ziel des Modellprogramms ist es, in Fortentwicklung der Initiative JUGEND STÄRKEN und ihrer Programme kommunale Strukturen für die Anliegen der Jugendhilfe zu stärken.

In 36 ausgewählten Modellstandorten soll erprobt werden, welche Rahmenbedingungen in der Kommune gegeben sein müssen, um die kommunale Jugendpolitik rund um § 13 Jugendsozialarbeit (SGB VIII) nachhaltig zu stärken.
In den ausgewählten Städten und Landkreisen soll für die Zielgruppe der nicht (mehr) erreichten Jugendlichen ein passgenaues und möglichst lückenloses Fördersystem vor Ort am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung geschaffen werden, um ein „Verlorengehen“ der Jugendlichen zu verhindern.
Für die notwendige rechtskreisübergreifende Verzahnung zwischen Schule, Jugendamt, Jobcenter, Arbeitsagentur und weiteren Akteuren haben die Jugendämter geeignete und vor allem verbindliche Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die neu aufgebauten Angebote für die Jugendlichen sollen nach Auslaufen der Förderung im Sinne der Nachhaltigkeit möglichst in Verantwortung der Kommune weitergeführt werden.

Perspektive Wiedereinstieg
Im Rahmen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ werden Träger dabei unterstützt, Frauen nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung die Reintegration ins Berufsleben zu erleichtern und ihnen Wege dorthin zu ebnen.
Im Sinne von best-practice werden gemeinsam mit den Akteuren aus den Bereichen Beratung, Bildung, Wirtschaft und Arbeit vor Ort Unterstützungs- und Entlastungsmodelle für den Wiedereingliederungsprozess initiiert und gefördert.
Alle Beteiligten sollen angeregt werden, Neues auszuprobieren.

Aktionsprogramm Kindertagespflege
Mit dem „Aktionsprogramm Kindertagespflege“ geht das BMFSFJ einen weiteren Schritt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Durch den Ausbau der Kindertagespflege für unter Dreijährige soll die Betreuungssituation für Eltern optimiert werden, so dass diese nach der Elternzeit von jetzt maximal 14 Monaten ihre Berufstätigkeit leichter wieder aufnehmen können.

Neben der Förderung von rund 160 Modellstandorten steht die flächendeckende 160 Stunden-Grundqualifizierung der Tagespflegepersonen
im Vordergrund. Zusätzlich wird zur Qualitätssteigerung in der Kindertagespflege die Nachqualifizierung sowie die Fort- und Weiterbildung von bereits tätigen Tagespflegepersonen gefördert. Es werden außerdem Tagespflegepersonen unterstützt, die sich berufsbegleitend zur Erzieherin/zum Erzieher oder in einem sozialpädagogischen Assistenzberuf ausbilden lassen wollen. Perspektivisch sollen bis zu 30% der gesamten Kinderbetreuungsangebote durch Tagesmütter bzw. -väter realisiert werden.

Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung
Das Förderprogramm „Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“ ist Teil des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“, mit dem das BMFSFJ nachhaltige Anreize für Unternehmen setzen möchte, sich für eine familienbewusste Personalpolitik zu engagieren.
Dabei sollen Unternehmen, die Betreuungsplätze für die Kinder ihrer Mitarbeiter schaffen oder bereits vorhandene Angebote weiter ausbauen wollen, gefördert werden.
Die Förderung ist als Anschubfinanzierung gedacht. Innerhalb der ersten zwei Jahre werden bis zu 50% der laufenden Betriebskosten, maximal 6.000 Euro pro Platz und Jahr, gefördert.
Das Programm endete am 31.12.2012.



Ansprechpartner/in:

gsub mbH
Kronenstraße 6, 10117 Berlin
Finanztechnisches Fördermanagement
Tel: +49 (0)30-284 09-220
Fax: +49 (0)30-284 09-210

Stiftung SPI
Schicklerstraße 5-7, 10179 Berlin
Inhaltliche Beratung
Tel: +49 (0)30-390 63-460
Fax: +49 (0)30-390 63-480
info@esf-regiestelle.eu

Unternehmenshotline: +49 (0) 30-284 09-0
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